|

Wie die Liebe riecht
Nur wer sich gut riechen kann, hat als Paar eine Zukunft, weiß die Partnervermittlung Ernestine. Ohne den realen Treff - das wirkliche Sich-Kennenlernen - geht es einfach nicht. "Nur Menschen, die einander riechen können, werden sich wirklich lieben", schrieb unlängst Roland Mischke im Südkurier. Und schon fällt jedem von uns ein, wie oft wir Urteile fällen, die vom Geruchssinn geprägt werden: "Ich kann dich nicht riechen", "Das stinkt zum Himmel" oder "Seine Duftmarke setzen".
"Der Geruch der Heiligkeit" gehört ja zu den Standard-Floskeln. Und tatsächlich spielt der Geruchssinn in der zwischenmenschlichen Beziehung eine wesentliche Rolle - und nicht nur beim Menschen. Sein Fehlen führt zu einer spürbaren Einbuße an Lebensqualität und würde im Tierreich den Bestand vieler Arten gefährden.
Umgekehrt beschreibt Patrick Süskind in seinem berühmten Roman "Das Parfüm", das Leben eines Menschen, der seltsamerweise keinen eigenen Körpergeruch besitzt. Er wird schon als Baby von Amme zu Amme weitergereicht, denn niemand will den Kleinen haben, weil er "nicht riecht, wie Kinder zu riechen haben." Selbst ein Pater nimmt ihn zunächst wohlwollend auf, beschließt aber noch am selben Tag, "dieses unerträgliche Kind" in ein Waisenhaus "weit nach Osten" zu geben... ein Wesen ohne Geruch kann nicht geliebt werden.
Jeder Mensch hat seinen spezifischen Geruch. Und Männer riechen anders als Frauen. Und das ist gut so. Man kann den eigenen Körpergeruch überdecken, aber nicht ausschalten. Es kommt also in einer Liebesbeziehung wirklich darauf an, dass man sich riechen kann. Und zwar jenseits von Calvin Klein oder Giorgio Armani. Die helfen zwar, strenge Körperausdünstungen am falschen Ort zur falschen Zeit zu übertönen - wer möchte schon den Schweißgeruch der Mitmenschen am Arbeitsplatz, im Fahrstuhl oder in der U-Bahn goutieren? Die große Liebe aber findet im echten Dunstkreis statt. Da wird auch - und gerade - Achselschweiß zum Aphrodisiakum.
Nun will Ernestine Adler, Geschäftsführerin der PV Ernestine, nicht behaupten, dass sie bei der Vermittlungstätigkeit ihrer Agentur auch Duftproben der Klienten abnimmt. Um dann, wie ein guter Parfümeur, die richtige Mischung zu kreieren: Dieser Herr mit dem Hauch von gutem Tabak passt vorzüglich zu der Lavendel-Dame - schön wär´s...
Dennoch müssen wir als verantwortungsvolle Partnervermittlung auch diese Komponente beachten, wenn wir erfolgreich sein wollen. Da hilft wirklich nur "ein gutes Näschen", eine langjährige Erfahrung, wie sie auch der Parfümeur haben muss.
Und natürlich der direkte Kontakt, bei dem man sich ausführlich "beschnuppert". Nur so gelingt es uns im Alltag, anspruchsvolle Menschen zusammen zu bringen, die wirklich 1:1 zueinander passen. Das ist unser Erfolgsrezept.

Kein Widerrufsrecht bei Sex-Dienstleistungen im Internet
Ein Jurist ersteigerte auf gesext.de ein Treffen mit zwei Dominas für 86 Euro. Anschließend wollte er diese Online-Auktion gegenüber gesext.de widerrufen. Für den Auktionspreis musste er nicht aufkommen. Allerdings sollte er knapp 13 Euro Verkaufsprovision an gesext.de bezahlen, die normalerweise die Anbieterinnen getragen hätten. Ansonsten wären die beiden jungen Frauen unverschuldet auf den Kosten sitzen geblieben. Dagegen klagte der Frankfurter Jurist: Das Gericht entschied, dass es kein Widerrufsrecht bei Dienstleistungen im Bereich der Freizeitgestaltungen - auch im weiteren Sinne - gibt.
Natürlich hätte der Jurist die beiden Anfang 20-Jährigen nicht treffen müssen; es ging ausschließlich um knapp 13 Euro Verkaufsprovision. Deshalb wundert sich Herbert Krauleidis, Geschäftsführer von gesext.de, über diese Klage: "Es ist vermutlich nur auf gesext.de möglich, überhaupt eine erotische Verabredung mit zwei dominanten Girls für lediglich 86 Euro zu ergattern. So wie ich unsere Mitglieder kenne, ist es für die beiden gesext-Anbieterinnen schlimm genug, dass sie ihre Phantasie erst einmal nicht ausleben können. Es wäre noch schlimmer für sie, wenn sie darüber hinaus unverschuldet auf den Kosten der Verkaufsprovision sitzen blieben. Das fände jeder ungerecht."

Außer auf das Widerrufsrecht gemäß § 312 B Abs. 3 Nr. 6 BGB versuchte der Frankfurter sich laut § 307 BGB sowie § 309 Nr. 5 und 6 BGB darauf zu berufen, dass es sich bei der Zahlung der Verkaufsprovision an gesext.de um eine Vertragsstrafe oder einen pauschalierten Schadensersatz handele. Auch dem widersprach das Gericht am 7. März: "Es handelt sich bei den geltend gemachten Kosten vielmehr um die tatsächlich entstandenen Vertragskosten." Diese neuen, einschlägigen, gesetzlichen Vorschriften beziehen sich nicht nur auf sexuelle Freizeitgestaltungen, sondern auf sämtliche Freizeitgestaltungen, die im Internet gekauft werden und "zu einem bestimmten Zeitpunkt oder innerhalb eines genau angegebenen Zeitraums zu erbringen" sind.
Wenn aufgeschlossene Erwachsene auf dem Lifestyle-Marktplatz Sex versteigern, zahlen sie lediglich 15 Prozent vom Höchstgebot an gesext.de; beim gesext-Mitglied "Schlumpfiene", der Mitgliedsname der beiden Dominas, waren es knapp 13 Euro Verkaufsprovision. Der Höchstbieter zahlt wie bei jedem anderen Online-Auktionshaus sein höchstes Gebot, mit dem er die Erotik-Auktion ersteigert hat. In seltenen Fällen kommt eine Sex-Versteigerung meist aus zeitlichen Gründen nicht zu Stande. Deshalb besagen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von gesext.de, dass derjenige die Verkaufsprovision begleichen muss, der für das geplatzte Sex-Date verantwortlich ist. Verwirklicht ein Gewinner eine ersteigerte Erotik-Auktion, zahlt er keine Verkaufsprovision.

facebook & Co. machen Jugend unglücklich
Eine Umfrage der Werbeagentur Euro RSCG Worldwide unter 7.213 Erwachsenen in 19 Ländern hat ergeben, dass vor allem Unter-30-Jährige den Einfluss moderner Kommunikationstechnologie auf ihr Leben skeptisch sehen. Über die Hälfte der jungen Befragten glaubt, dass es besser wäre, wenn Menschen aufhören würden, ihre persönlichen Gedanken und Erfahrungen im Netz zu teilen. Ein Drittel der Generation Y gibt an, dass die sozialen Medien die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben schmälert, etwa durch Eifersucht auf Facebook-Freunde.
"Da kann durchaus ein wahrer Kern drinstecken. Ich kenne Fälle von Bekannten, die Probleme mit Facebook-Neidern hatten. Die Überforderung durch die vielen Online-Kontakte über verschiedene Netzwerke ist verständlich. Vor allem auf die unter 30-Jährigen, die von der gesamten Wirtschaft als Zielgruppe gesehen werden, prasselt sehr viel ein. Dass dieser Druck eine Reaktion nach sich zieht, macht Sinn. Schon jetzt wollen einige nicht mit dem Strom schwimmen und wünschen ein weniger technologisiertes Leben", sagt Günter Jaritz von Social Media Consulting.
Zynische Jugend
Damit sind die jungen Befragten deutlich weniger optimistisch als der Gesamtdurchschnitt. 40 Prozent der sogenannten "Millennials" haben zumindest zeitweise das Gefühl, ihr Leben in der digitalen Welt zu verschwenden. "Die Konsumenten integrieren Technologie in ihren Alltag. Gleichzeitig sind sie aber traurig über manche Implikationen, die das bringt, etwa den Verlust einiger Aspekte des analogen Lebens, wie Einfachheit, Intellektualität oder Naturverbundenheit", sagt Marianne Hurstel von Euro RSCG in einem Statement. Zwar sind nur zehn Prozent der unter 30-Jährigen sicher, dass Technologie die Welt zum Schlechteren wenden wird.
40 Prozent glauben aber, dass es zu früh ist, um abschätzen zu können, ob die Folgen positiv oder negativ sein werden. Mehr als die Hälfte der Millennials ist der Meinung, dass das in der digitalen Welt alltägliche Multitasking ihre Fähigkeit zur Konzentration und zum Nachdenken beeinträchtigt. Ganze zwei Drittel sind davon überzeugt, dass die Gesellschaft zu oberflächlich geworden ist und sich zu sehr um belanglose Dinge kümmert. "Das die Themen in sozialen Netzwerken eher oberflächlich sind, mag sein. Allerdings können diese Medien auch für ernsthafte Themen eine Plattform sein, vielleicht sogar besser als klassische Medien", so Jaritz.
Neue Lebensplanung
Auch der Datenschutz macht unter 30-Jährigen Sorgen. "Einerseits fürchten die Menschen, dass soziale Medien und Online-Datensammler das Recht auf Privatsphäre erodieren. Andrerseits haben sie Angst, dass die heutige Über-Vernetzung den Grad der Verbundenheit mit den Mitmenschen reduziert", sagt Tom Morton von Euro RSCG. Als Reaktion auf die technologischen Entwicklungen können sich viele junge Menschen vorstellen, einen Gang zurückzuschalten und ein einfacheres Leben zu leben.
40 Prozent der Millennials geben an sie wären glücklicher, wenn sie weniger besitzen würden. Fast drei Viertel der Befragten machen sich Sorgen um die zunehmend weiter auseinanderklaffende Schere zwischen Arm und Reich. Auf der Suche nach mehr Zufriedenheit werden sich laut den Auftraggebern der Umfrage zukünftig hybride Lebensentwürfe entwickeln, die das Beste aus alter und neuer Welt vereinen. "Ich sage bei Seminaren immer, dass die IT nur ein Hilfsmittel sein sollte. Persönlicher Kontakt ist unersetzbar, die Technologie kann lediglich helfen, ihn aufrechtzuerhalten", sagt Jaritz.
Erste Entwicklungen in diese Richtung sind laut dem Experten schon im Gange, die Aktivitätsraten fast aller sozialen Netzwerke in Deutschland gingen zuletzt nämlich zurück. "Das bequeme Leben, das die Technik ermöglicht, wird bleiben, der Fokus auf Werte und Traditionen wird aber verstärkt. Gartenarbeit, Literaturkonsum oder Kunstsammlungen müssen einem digitalen Lebensstil nicht widersprechen", so Hurstel.

Schluss mit Rache-Pornos
Der Betreiber der umstrittenen Plattform IsAnyoneUp.com, Hunter Moore, hat die Domain nach nur etwas mehr als einem Jahr an die Organisation BullyVille bullyville.com, die sich gegen Mobbing im Internet einsetzt, verkauft. Zuvor hatte Moore mit seiner Seite Nutzer dazu aufgefordert, intime Fotos von Ex-Partnern online zu stellen, um sich nach einer schmerzhaften Trennung an ihnen zu rächen. Erste Amtshandlung der neuen Besitzer: Das Offline-Stellen des Portals.
Übernahme "politisch-korrekt"
Der langwierige Streit der Aktivisten mit dem Website-Betreiber endete unspektakulär. Nicht feindlich, sondern "politisch korrekt", sei die Übernahme gelaufen, so BullyVille-Gründer James McGibney. Wie viel und ob überhaupt Geld zwischen den beiden Parteien geflossen ist, bleibt unbekannt.
Vor allem Datenschutz-Probleme hatten in den vergangenen Monaten immer wieder für Kritik an der Rache-Porno-Seite gesorgt. Zusätzlich zu den Bildern wurden auf der Website auch die Namen und Links zu Social-Network-Profilen der unfreiwilligen Darsteller veröffentlicht. Trotz dieser Praxis zog die Seite über 300.000 Besucher pro Tag an und warf für den Betreiber bis zu 20.000 Dollar Werbeeinahmen pro Monat ab.
Streitigkeiten mit Facebook
Moore ist erst 26 jahre alt und hatte noch große Pläne mit seiner Seite. Er verkaufte Merchandise und promotete Partys, plante eine mobile App und ein eigenes Social Network. Doch die Gegenwehr war in den vergangenen Monaten immer größer geworden. Moore weigerte sich trotz Klagedrohungen bestimmte Bilder von der Seite zu nehmen und erhielt im September 2011 sogar einen Brief von Facebook.
Der Zuckerberg-Konzern beschwerte sich, weil Screenshots aus dem socialen Netzwerk auf der Seite aufgetaucht waren. Damals gab sich Moore noch kämpferisch: Den Brief veröffentlichte er auf seinem Blog und behauptete, den Facebook-Anwälten ein Foto seiner Genitalien als Antwort geschickt zu haben. Da immer öfter Bilder von Minderjährigen aufgetaucht waren, hätte sich Moore nun zum Aufgeben entschlossen.
Bringt Schwung in verstaubte Beziehungen
Nachdem die Medien "Sexting" lange verteufelt haben, sehen einige Experten an der beliebten Form der erotischen Kommunikation durchaus positive Seiten, wie die Huffington Post berichtet. Trotzdem kann einiges schief gehen, wenn eine Nachricht an einen falschen Adressaten verschickt oder im beeinträchtigten Zustand versendet wird.
Mehr Intimität
"Auch für Jugendliche kann das Betrachten von erotischen oder pornografischen Inhalten im Internet oder auf dem Mobiltelefon positive Wirkungen haben. Es kann als Anschauungsmaterial dienen oder Anreize bieten, über Sexualität zu sprechen. Selbstbewusste Jugendlichen können Pornografie und Realität unterscheiden", sagt Elke Sauerteig, Geschäftsführerin der Aktion Jugendschutz Landesstelle Baden Würtemberg. Ob das Versenden von erotischen Bildern in einer Beziehung Freude macht, hat mit dem Medium nichts zu tun. "Vorlieben entwickeln sich schon in der Kindheit", so Sauerteig.
Beim Aufbau einer Beziehung kann "Sexting" dabei helfen, Intimität zu schaffen. Vor allem das Versenden von anzüglichen Texten spielt hier oft eine Rolle, da Sprache ein geeignetes Werkzeug zur Vertiefung einer Bindung ist. "Hier haben Paare die Möglichkeit offen über Sexualität und Erotik zu sprechen, was sie anderswo vielleicht nicht können", sagt Therapeutin Esther Perel. Das gilt sowohl für Singles als auch für Paare, die schon lange liiert sind. "Für Paare, die versuchen ihr Sexleben wieder aufzufrischen, kann "Sexting" eine willkommene Ergänzung zum üblichen Schlafzimmer-Repertoire darstellen", so Perel.
Geschlechter-Unterschiede
Unterschiede gibt es zwischen Männern und Frauen was den unverkrampften Umgang mit "Sexting" betrifft. Eine Untersuchung unter über 5.000 Nutzern der US-Dating-Webseite AschleyMadison.com hat ergeben, dass zumindest unter den teilnehmenden Online-Datern die Frauen dem Thema "Sexting" deutlich liberaler gegenüberstehen. Während unter den Männern nur die Hälfte der Befragten zugab, schon einmal erotische Inhalte per Handy verschickt zu haben, belief sich der Anteil unter den Frauen auf zwei Drittel. Männliche Sexter neigen dafür häufiger zum Verschicken an die falsche Person. "Der Prozess an sich ist neutral. Es kommt ganz darauf an, wie er eingesetzt wird", erklärt Beziehungscoach Carol Allan.
Sexsucht ist eine eigene Krankheit
Sexsucht dürfte bald als eigene Krankheit anerkannt werden. Laut einem Bericht der britischen Tageszeitung "Daily Mail" soll sie ins "Diagnostische und statistische Handbuch psychischer Störungen" der American Psychiatric Association (APA) aufgenommen. Der Begriff wurde bisher der "Hypersexualität" zugeordnet, die wiederum ein gesteigertes sexuelles Verlangen oder eine nicht organisch verursachte sexuelle Funktionsstörung bezeichnet. Nun steht der Sexsucht - die zuletzt durch Prominente wie der Golfer Tiger Woods oder Schwedens König Carl Gustav in die Schlagzeilen kam - die Anerkennung als eigene Störung bevor.
Triebe außer Kontrolle
An Sexsucht Leidende verspüren ständige sexuelle Triebe, die sie selbst nicht mehr unter Kontrolle bekommen und unter denen sie leiden. Therapeuten kennen das Phänomen aus der Praxis. "Die Diagnose ist keine Frage der Quantität - und schon gar keine moralische Wertung. Sexsucht kann jedem passieren, der sich blöd spielt - es kommt durchaus auf die Klugheit an. Viele stehen vor der Entscheidung zwischen kurzfristiger Befriedigung und langfristigem Glück. Sexsüchtigen sind Folgen ihres Verhaltens egal", erklärt Raphael Bonelli von der Wiener Sigmund Freud-Privatuniversität.
Von der Störung betroffen seien in erster Linie Männer, die sich zu sehr stimulieren - sei es durch Selbstbefriedigung, One-Night-Stands, Fremdgehen oder vor allem durch Internetsex und -pornografie. "Männer sind optisch veranlagt und finden nackte Frauen viel eher reizvoll als umgekehrt. Geben sie ihrer Erregung immer nach, kann das auf Dauer zum Kontrollverlust führen." Sexsüchtige seien nicht durchgeknallte Psychopathen, sondern oft sehr honore Herren, betont der Wiener Psychiater und Psychotherapeut.
Frauen schützen vor der Sucht
Als wichtigstes Merkmal für Sexsucht sieht Bonelli die fehlende Wertschätzung gegenüber dem "Du". "Der Sexpartner ist nicht mehr als Person interessant, sondern wird als Mittel der eigenen Befriedigung missbraucht. Sexsüchtige kreisen ständig um sich selbst und um die eigene Lust." Im Gegensatz dazu sei eine von Liebe und Wertschätzung geprägte Paarbeziehung der beste Schutz vor Sexsucht. "Meist will der Mann häufigeren und abartigeren Sex als die Frau, die nicht immer kann, wenn er Lust verspürt. Frauen sind oft das bodenständige Regulativ und verweisen den Sexualtrieb des Mannes in seine Grenzen. Wenn er darauf Rücksicht nehmen kann, ist auch ihm geholfen."
Ob jemand sexsüchtig ist oder nicht, wird nicht von der Häufigkeit von Sex bestimmt, sondern davon, wie sehr das sexuelle Verlangen noch unter Kontrolle ist. "Bei vielen 'passiert' es, obwohl sie prinzipiell ihre Ehe gut leben wollen. Alle Süchte suhlen oft in Selbstmitleid und Wehleidigkeit, was dann eine Therapie entsprechend erschwert." Das Hinwegtrösten sei dasselbe wie bei Drogensüchtigen, ebenso auch die Suche nach einem Ausklicken aus der Realität. Sexualität hat in den Augen Bonellis stärkeren Suchtcharakter als Zigaretten, wenn auch schwächeren als Alkohol oder Heroin.
Sex kann schädlich sein
Die Anerkennung der Sexsucht als Störung rücke das Bild von Sex zurecht, glaubt Bonelli. "Sexualität ist ein großes Geschenk der Kommunikation zwischen den Geschlechtern. Sexsucht, jedoch auch Gewaltpornografie und Pädophilie zeigen, dass sie auch Schattenseiten hat - anders als früher die 68er-Bewegung proklamierte. Bei Sex gilt heute nicht mehr automatisch 'Je mehr, desto besser'. Ebenso ist auch nicht jede Zurückhaltung schädlich oder führt zur Neurose, da Rücksicht auf den anderen vielmehr für normale Sexualität notwendig ist. Sobald Sexualität grenzenlos wird, bringt sie immer Leidensdruck. Das Ergebnis ist für Betroffene eine Qual, kein Eldorado", so der Psychiater.

National-Elf ist Erotik-Meister
Am 1. Juli 2012 wird sich zeigen, welche Fußballnation die beste in Europa ist. Ganz gleich, welchen Platz die deutsche Nationalmannschaft dann belegen wird, einen Titel haben die Kicker schon jetzt sicher: Sie sind Erotik-Europameister. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage unter 1.300 weiblichen Mitgliedern des größten deutschsprachigen Seitensprungportals FirstAffair.de.
Deutsche Kicker heißer als Spaniens und Italiens
Das ist die Revanche für das verlorene EM-Finale 2008: Mit 32,9 Prozent der Stimmen belegt Deutschland Platz eins des Erotik-Rankings und verweist Spanien auf Rang zwei (17,3 Prozent). Italien belegt den dritten Platz (9,8 Prozent). Übrigens: Deutschland stellt nicht nur die heißeste Elf, sondern spielt auch den attraktivsten Fußball. Die befragten Fußball-Liebhaberinnen wählten die deutsche Mannschaft mit rund 40 Prozent deutlich auf Platz eins. Silber geht erneut an die Spanier (19,9 Prozent), Bronze mit großem Abstand an die Engländer (4,9 Prozent).
Cristiano Ronaldo ist erotischster ausländischer Kicker
Wie FirstAffair.de Anfang April 2012 bereits ermittelte, sind Mario Gomez, Bastian Schweinsteiger und Manuel Neuer die attraktivsten Kicker der deutschen Nationalelf. Doch es gibt auch Spieler in Europa, die dem Team von Bundestrainer Jogi Löw nicht nur fußballerisch, sondern auch in puncto Sex-Appeal Konkurrenz machen. Es sind vor allem Südeuropäer, die die Herzen der weiblichen FirstAffair.de-Mitglieder höherschlagen lassen. So ist der portugiesische Superstar Cristiano Ronaldo nach Angaben der befragten Fußball-Freundinnen mit rund 19 Prozent der mit Abstand erotischste ausländische Spieler. Auch der italienische Defensivstratege Daniele de Rossi bringt die Damenwelt mit seinen strahlend blauen Augen um den Verstand (Platz zwei, 6 Prozent). Spaniens Stürmerstar David Villa komplettiert die Top Drei (5 Prozent).
Zu viel Sex im Fernsehen
Bettszenen im Fernsehen sind nicht jedermanns Sache. Fast jeder Fünfte (18,7 %) gibt bei einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Gesundheitsmagazins "Apotheken Umschau" zu, er schalte den Fernseher oft aus beziehungsweise wechsle den Sender, weil ihm die freizügigen Darstellungen von Sexualiät unangenehm seien. Frauen sind die Sexszenen dabei deutlich peinlicher als den Männern (Frauen 26,4 %; Männer: 10,7 %).
Sex zur besseren Parasitenabwehr
Ein internationales Forscherteam ist der Frage nachgegangen, welche Vorteile die sexuelle Vermehrung gegenüber der asexuellen hat. Im Fachmagazin American Naturalist kommen sie zum Schluss, dass sich Sex aus der Abwehr gegen Parasiten heraus entwickelt hat. Einen wichtigen Hinweis konnten die Wissenschaftler in einem See in Neuseeland finden. Dort lebt eine Schnecke, von der es sexuelle als auch asexuelle "Varianten" gibt.
Von der Schnecke der Spezies Potamopyrgus antipodarum gibt es in dem neuseeländischen See zwei Varianten. Die eine vermehrt sich sexuell und produziert Nachkommen beider Geschlechter. "Eine andere bringt nur weibliche Klone hervor, die genetisch ident mit dem Muttertier sind", erklärt Studienautor Jukka Jokela vom Institut für Integrative Biologie an der ETH-Zürich. Seit 1994 haben die Forscher, denen auch Mark Dybdahl von der University of Washington und Curtis Lively von der Indian University in Blooming angehörten, die beiden Schnecken-Varianten auf Parasitenbefall hin untersucht. "Am Anfang gab es von den asexuellen Schnecken, die sich nicht vermehren konnten, ziemlich viele", so Jokela. Ein spezieller Parasit hatte die Zahl der Tiere allerdings rapide verringert. Einige der Klon-Typen waren sogar ganz verschwunden. Die "normale " Schneckenpopulation blieb hingegen während des Untersuchungszeitraumes sehr stabil. "Das entspricht genau jenem Muster, das wir für die Parasiten-Hypothese vorhergesagt hatten", so Jokela.
Die sexuelle Vermehrung, die auf dem Austausch von Genen von Vater und Mutter beruht, bringe einen entscheidenden evolutionären Vorteil in einem Umfeld mit vielen Parasiten, betont Jokela. Eine ähnliche Situation finde man in der industriellen Landwirtschaft mit ihren Monokulturen. "Da die Pflanzen genetisch kaum variabel sind, sind sie Schädlingen mehr oder weniger hilflos ausgeliefert. Daher müssen immer mehr Pestizide eingesetzt werden, um allfällige Krankheiten oder Parasiten abzuwehren." Die sexuelle Vermehrung, die zwar komplexer ist und langsamer funktioniert als die asexuelle, bringe deutliche Vorteile. "Einer davon ist größere genetische Diversität, die wiederum die Grundlage für die Artenvielfalt, die so genannte Biodiversität, ist", erklärt der Biologe. Offensichtlich sorgen Parasiten dafür, dass die Zahl der asexuell vermehrenden Arten nicht unendlich ansteigt. Da deren Nachkommen genetisch ident sind, sind sie auch genauso anfällig für Parasiten wie ihre Eltern.

Andere haben Sex - Deutsche schauen TV
Spanier und Franzosen sind eher geneigt, miteinander zu schlafen, sobald die Lichter aus sind. Deutsche und Schweden sehen lieber fern und Holländer entspannen sich vor dem Kamin. Das sind einige der Ergebnisse der kürzlich vom schwedischen Modelabel Björn Borg durchgeführten "Lights-Off"-Studie.
In der Studie wurde auch erforscht, ob wir das Licht beim Geschlechtsverkehr lieber an oder aus haben. In Deutschland bevorzugt eine knappe Mehrheit (53%), das Licht anzulassen, während sie Sex haben. In Großbritannien (65%), den Vereinigten Staaten (64%) und Schweden (63%) machen die Leute in dieser Situation anscheinend lieber das Licht aus. Vielleicht sollte man die nächste Earth Hour so richtig sexy feiern? Aber die Frage ist, ob wir eigentlich wissen, wie wir uns selbst unterhalten können - bis zu 61% von uns ziehen Fernsehen vor und nur 48% wenden stattdessen lieber etwas zwischenmenschliche Reibungsenergie auf! Im Vergleich dazu ziehen 75% der Spanier es vor, mit jemandem zu schlafen, wenn die Lichter ausgehen.
Was macht also die Dunkelheit so anziehend? Sind wir mutiger und verspielter, wenn es dunkel ist? Definitiv - vorausgesetzt wir leben in den Vereinigten Staaten, China oder Frankreich. Aber möglicherweise liegt der Grund gar nicht in besserem Sex, denn leider bevorzugt bis zu ein Fünftel aller Schweden, Amerikaner und Deutschen Sex im Dunkeln, weil es ihnen an Selbstvertrauen mangelt. In China schalten fast ein Fünftel der männlichen Befragten das Licht aus, um an jemand anderen denken zu können.
Wie können wir also im Dunkeln mehr Spaß haben? Sexspielzeuge und -hilfen sind bei Paaren beliebt, besonders unter Deutschen, Spaniern und Chinesen. Aber es geht nicht nur um Technologie - romantische Musik wurde in Deutschland beispielsweise als zweitbeliebtes "Zubehör" genannt. Und nicht zuletzt gab ein Viertel der Befragten an, dass GLOW-IN-THE-DARK-Unterwäsche ihnen hilft, sich im Dunkeln mal richtig gehen zu lassen - besonders in China (33%), Frankreich (30%) und den Vereinigten Staaten (30%).
Die "Lights-Off"-Studie wurde in neun Ländern mit insgesamt 1.713 Befragten im Alter von 18 bis 30 Jahren durchgeführt. Erfasste Länder sind China, Frankreich, Deutschland, Holland, Italien, Spanien, Schweden, Großbritannien und die Vereinigten Staaten.

raten & gewinnen

Die Deutschen mögen es mit Gefühl
Das Erfolgsrezept für ein erfülltes Sexleben in deutschen Betten ist simpel: Gefühle zeigen ist das A und O. Das ist ein zentrales Ergebnis der Durex Global Sex Studie 2012. Die aktuelle, weltweite Umfrage bestätigt, dass sich 79 Prozent der deutschen Frauen beim Sex mit ihrem Partner geliebt fühlen. Dies ist ein entscheidender Faktor für eine glückliche Beziehung, denn sechs von zehn deutschen Frauen (61 Prozent) und fast die Hälfte (48 Prozent) aller Männer stimmen zu, dass für Frauen die emotionalen Aspekte beim Sex wichtiger sind als für Männer. "Die zentrale Botschaft der Umfrage ist, die emotionale Seite einer Beziehung nicht zu vernachlässigen. Das Gefühl geliebt und respektiert zu werden und die Vertrautheit miteinander scheinen eine wichtige Rolle zu spielen, damit Frauen Sex genießen und sich fallen lassen können", fasst Nicola Nashed, Brand Managerin Durex Deutschland, die Ergebnisse der Durex Global Sex Studie 2012 zusammen.

Darin sind die Deutschen anscheinend auch sehr gut: Laut der Studie sind 71 Prozent der Männer und 69 Prozent der Frauen der Meinung, dass ihr Partner sie sexuell befriedigt. Den deutschen Männern gelingt es, auch ihre weiche Seite in einer Partnerschaft zu zeigen. Denn acht von zehn deutschen Frauen (78 Prozent) sind der Meinung, dass sie der gemeinsame Sex dem Partner insgesamt emotional näher bringt.
"Emotionale Nähe und ein vertrauter Umgang miteinander sind die entscheidenden Faktoren für eine glückliche Beziehung und tollen Sex", so Nicola Nashed weiter.
An der Durex Global Sex Studie 2012 nahmen mehr als 29.000 Menschen in 36 Ländern teil. Durchgeführt wurde sie online und in persönlichen Interviews von Harris Interactive.
NUR BEI UNS:

Neue Studie widerlegt Sex-Vorurteil
Frauen schlafen nach dem Sex genauso schnell ein wie Männer. Das berichtet das Männer-Lifestylemagazin "Men's Health" (Ausgabe 5/2012) unter Berufung auf eine Studie der US-amerikanischen University of Michigan. Die Forscher hatten 456 Männer und Frauen danach befragt, ob sie oder ihre Partner nach dem Liebesspiel schneller ins Reich der Träume wechseln. Das Ergebnis: Es gibt in dieser Hinsicht keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern. Damit ist ein altes Gerücht widerlegt, wonach Frauen nach dem Sex noch geraume Zeit wach bleiben, während die Männer sich meist sofort umdrehen und einschlafen. Einen deutlichen Unterschied stellten die Psychologen aber doch fest: Ohne vorherigen Sex schlafen Frauen in der Regel schneller ein als Männer. Der Grund dafür ist nicht genau geklärt. Die Wissenschaftler vermuten jedoch, dass die Männer länger wach bleiben, weil sie zumindest im Unterbewusstsein hoffen, doch noch zum Beischlaf zu kommen.

Belebt ein Seitensprung die Beziehung?
„Gucken ist erlaubt, gegessen wird zu Hause.“ Die Rede ist hier vom Seitensprung. Vorstellen tun ihn sich viele, und etliche führen ihn auch aus. Was aber bedeutet das für Ihre Partnerschaft?
Frauen sind Weltmeister im Seitensprung – Männer hinken hinterher. Laut einer Studie für das Magazin Best Life gehen 44 Prozent der Frauen fremd und nur 32 Prozent der Männer sind untreu. Allerdings gehen Psychologen davon aus, dass Frauen ihre außerehelichen Eskapaden einfach verschweigen. Denn nur 16 Prozent der befragten Frauen und Männer gaben zu, ihr Abenteuer zu Hause zu erzählen. Der Rest lässt das einfach unter den Tisch fallen.
Belebt ein Seitensprung eine Beziehung? Ein amouröses Abenteuer kann durchaus wieder neues Feuer in einer Partnerschaft entfachen. Aber aufgepasst: Der Schuss kann auch nach hinten losgehen. Zum Beispiel, wenn Sie entdecken, wie aufregend Sex sein kann und wie langweilig er zu Hause ist. Wenn aus dem Seitensprung mehr wird und Sie sich verlieben, wird es wahrscheinlich kompliziert. Plötzlich sollen Sie sich entscheiden. Nicht einfach, zwischen Begierde und Alltagskost zu wählen. Das Neue ist so an- und aufregend. Das Gewohnte erscheint dagegen fad.
Dabei hat Gewohntes auch ein Gutes: Sie können sich drauf verlassen. Aber wenn es nur noch Gewohntheit ist, stellt sich die Frage: Wollen Sie das? Oder ist der Seitensprung der Auslöser, um Ihr Leben zu überdenken und vielleicht in neue Bahnen zu lenken? Ein Neuanfang kann mit Ihrem Partner geschehen. Sie müssen es nur beide wollen. Oder Sie krempeln Ihr Leben völlig um und fangen noch mal völlig neu an. Sie sehen, ein Seitensprung kann vieles sein – auch das Sprungbrett für Wandlung und Änderung. Machen Sie das Beste draus. Und denken Sie vorher einmal darüber nach. Denn nach dem Seitensprung kann Ihr Leben plötzlich völlig anders sein. Sie haben es in der Hand. Viel Erfolg!

Sexroboter ersetzen Prostituierte
In Rotlichtbezirken der Zukunft gibt es keine Prostituierten mehr: Roboter übernehmen die Dienste, auf die Sextouristen heiß sind. Das behauptet der Management-Professor Ian Yeoman und die Sexologin Michelle Mars von der neuseeländischen Victoria University in der Zeitschrift "Futures". Bis zu 10.000 Euro würde Kunden künftig der Maschinensex wert sein. Andere Sex-Experten sind allerdings skeptisch.
Die beiden Fachleute skizzieren den imaginären Sexclub "Yub-yum" in Amsterdam des Jahres 2050. Spärlich bekleidete "Sexbots"-Androiden aller Hautfarben und Körperformen liefern den Kunden einen Komplettservice, der von Massage, Lap Dance bis hin zu Geschlechtsverkehr reicht. "Amsterdams Tourismus baut auf Sex und Drogen. Angesichts der Sorge der Stadt, eine Verbannung der Prostituierten könne dem Image abträglich sein, bieten Clubs vom Typ 'Yub-yum' die Lösung", so die Forscher.
Gebaut sind die Sexroboter aus einer viren- und bakterienresistenten Faser, die Überträger von Geschlechtskrankheiten unschädlich machen. "Robotersex ist Safer Sex, frei von den Einschränkungen, Vorsichtsmaßnahmen und Unsicherheiten seines echten Pendants", schreiben Yeoman und Mars. Zweifel am Erfolg des Konzepts meldet die Sexologin Gerti Senger. "Wozu fahren Sextouristen nach Amsterdam, wenn sie dasselbe Angebot auch zuhause haben?", so die Wiener Expertin gegenüber pressetext.
Die Vision eines Sexroboters bezeichnet Senger im technischen Zeitalter als "naheliegend", zudem gibt es erste Ansätze wie etwa in der einfachsten Form von Vibratoren ja längst. Dennoch werde selbst die ausgeklügeltste Maschine nie ein voller Menschenersatz sein. "Mit einem Androiden erreicht man bestenfalls eine punktuelle, mechanische Befriedigung, nie aber ein Gesamtkunstwerk, zu dem auch Hautkontakt und die Behaglichkeit einer lebendigen Berührung gehören. Sexualität ist mehr als Technik.
Differenziert sieht Senger auch die Ankündigung der neuseeländischen Kollegen, "Sexbots" würden Kunden von etwaigen Schuldgefühlen gegenüber ihrem Partner befreien, da ja kein Sex mit einer realen Person zustande kommt. "Ein Freier und eine Prostituierte gehen eine fragmentierte Beziehung ein, wenngleich diese auf Berührungsempfinden beruht. Zwar kann man sicher sein, dass mit einem Roboter keine Gefühle ausgetauscht werden. Die Faszination an der Apparatur lässt aber auf eine Struktur der Persönlichkeit schließen, die im täglichen Zusammenleben nicht unbedingt förderlich ist."

Reife Damen wollen knackige Jungs
Das Bild der erfahrenen Lady mit jungem Lover an ihrer Seite ist Alltag geworden. Das zeigten Madonna und Demi Moore ebenso wie in Deutschland Schauspielerin Simone Thomalla mit Handballtorwart Silvio Heinevetter - Altersunterschied 20 Jahre. Der Branchenbeobachter Singleboersen-Vergleich.de hat den boomverdächtigen Trend auch beim Online-Dating wiedergefunden.
Wichtigstes Fazit vorab: In öffentlichen Treffpunkten ist es noch immer unüblich für eine reife Dame, einen jungen Mann anzusprechen. Viele Frauen fürchten, sich der Lächerlichkeit preiszugeben. Für sie ist Online-Dating der Kanal schlechthin, um diskret nach einem jugendlichen Lover zu suchen.
Cougar-Dating-Fakten: Statistischen Erhebungen von Singleboersen-Vergleich.de zufolge sind mittlerweile gut 8 Prozent der Männer unter 30 Jahren bei den großen Mainstream-Datingportalen auf der Suche nach einer deutlich älteren Partnerin. Beim Marktführer für Erotikkontakte (C-Date.de) liegt der Anteil sogar bei 12,4 Prozent.
Neue Singlebörsen in der Sparte „Altersunterschied“ erobern in den letzten Jahren den Online-Dating-Markt und freuen sich über starke Mitgliederzuwächse. Mittlerweile gehören Anbieter wie Zuckerjungs.de zu festen Größen in der Branche.
Grund für diese Normalität sind die prominenten Beispiele, die den Cougar-Dating-Trend salonfähig und nachahmenswert gemacht haben. Recherchen von Singleboersen-Vergleich.de zufolge ist die typische Cougar-Dating-Lady finanziell unabhängig, körperbewusst, überdurchschnittlich attraktiv, beruflich etabliert und hat ein hohes Bildungsniveau.
Beim Cougar-Dating-Test sprechen die Profile eine klare Sprache: Reife Frauen lieben das Spielerische am Sex mit den Jünglingen. Junge Männer genießen, es mit einer Frau zu tun zu haben „die alle Register zu ziehen weiß“.

Sprechen Sie Sex?
Die Deutschen brauchen dringend Nachhilfe beim Thema Sex. Das zeigt eine aktuelle Online-Befragung von Yahoo! Deutschland, in der verschiedene Begriffe und Praktiken abgefragt wurden. Zwar wissen die meisten, was ein "Quickie" ist. Doch worum es sich etwa bei der "Chinesischen Schlittenfahrt" handelt, können dagegen weit weniger Befragte mit Gewissheit sagen. Aufklärung verspricht der neue Yahoo!-Blog "Das Sex-ABC", in dem Sexpertin Caro Schäfer Begriffen aus der Welt der Erotik von A bis Z auf den Grund geht.
Das Thema Sex ist allgegenwärtig. Doch wie gut kennen sich die Deutschen mit Sexualpraktiken und -phänomenen tatsächlich aus? Dieser Frage ist die Yahoo!-Redaktion mit der Befragung "Sprechen Sie Sex?" auf den Grund gegangen.
Was versteht man unter "Goldfisch-Sex"? Nein, es handelt sich hier nicht um eine sexuelle Phantasie mit einer Meerjungfrau, wie immerhin acht Prozent der Befragten angeben. Richtig liegt man, wenn man darunter eine Sexvariante ohne den Einsatz der Arme versteht, was auch gerade einmal 37 Prozent richtig bekunden konnten. Noch düsterer sieht es beim Begriff "Mixoskopie" aus, hinter dem fast ein Drittel (30 Prozent) einen medizinischen Eingriff vermutet und damit ordentlich im Dunklen tappt - nur 16 Prozent antworteten korrekt, dass sich dahinter eine Spielart des Voyeurismus verbirgt. Ähnlich dürftig ist der Wissensstand bei der Frage nach der "Chinesischen Schlittenfahrt": Diesen Begriff konnten 60 Prozent nicht mit einer Sexstellung in Verbindung bringen.
Immerhin: Bessere Kenntnisse kann man den Befragten hingegen bei gängigeren Begriffen wie "Venushügel" oder "Quickie" bescheinigen. Hier lagen mit 95 beziehungsweise 96 Prozent so gut wie alle Befragten richtig.
Mann prahlt ja gerne mit seinem Wissen. Dass das oftmals nicht mehr als heiße Luft ist, belegt die aktuelle Yahoo!-Befragung ebenso: Männer glaubten häufiger, sich mit dem abgefragten Begriff auszukennen, gaben dann aber eine falsche Antwort. So geben beispielsweise ganze 17 Prozent der befragten Männer an, genau zu wissen, was man unter Mixoskopie versteht, um dann doch die falsche Antwort zu geben (Frauen: 13 Prozent). Beim Goldfisch-Sex behaupten immerhin noch knapp zehn Prozent, genau Bescheid zu wissen und denken dabei doch fälschlicherweise an Meerjungfrauen (Frauen: 6 Prozent).
"Die Befragten kennen die Basics. Bei der Kür kommen jedoch viele ins Straucheln. Mit dem 'Sex-ABC' auf Yahoo! Lifestyle möchten wir diese Wissenslücken schließen. Da kann bestimmt jeder Nutzer seinen Wortschatz erweitern", kommentiert Andreas Krawczyk, Chefredakteur und Head of Audience von Yahoo! Deutschland. In dem neuen Blog auf Yahoo! Lifestyle finden Leser Begriffe rund um die schönste Nebensache der Welt: Von A wie Aphrodisiaka bis Z wie Zungenspiel. Sexpertin Caro Schäfer erläutert wöchentlich einen Begriff zu Sexphänomenen, erklärt Sextechniken oder räumt mit Mythen auf. So wächst das Nachschlagewerk von Woche zu Woche um ein Wort und einen Buchstaben an, um dann wieder bei A zu beginnen - auf diese Weise entsteht ein riesiges "Sexikon".

Sex and Crime Tour - Eine Stadtführung für Erwachsene
Von Mördern und Räubern, Eselsmist und Hexenkraut, Keuschheitsgürtel und Co.
Die Sex and Crime Tour ist die pikant gewürzte Stadttour durch Köln mit Biss. Hören Sie Geschichte(n), die unter die Gürtellinie gehen. Wollten Sie schon immer die Wahrheit wissen über Keuschheitsgürtel und Co.? Über die Weiberherrschaft im Mittelalter als auch Geschichten über Eselsmist und Hexenkraut als Verhütungsmittel? Verpassen Sie nicht, wenn es auf dieser Stadtführung um Skandale des Kölner Rats geht, um Kriminelle, den Henker und seine Huren. Oder wenn Bertha, die Tochter Karl des Großen, aus dem Nähkästchen plaudert. Auf unserem amüsanten Stadtrundgang durch die Kölner Altstadt zu lasterhaften und heiligen Orten, erfahren Sie auf intellektuell und unterhaltsame Weise, dass heute in Köln noch vieles genauso ist wie damals. Diese Stadtführung ist individuell täglich buchbar (auch Fremdsprachenführungen in Englisch, Italienisch, Russisch, Chinesisch, op Kölsch, etc.)

Christine Schauerte: Hier führen Profis mit Hätz!
Köln ist für mich nicht nur eine Stadt, sondern Köln ist meine Heimat. Als ich vor über 17 Jahren nach Köln kam, um Geschichtswissenschaften und Sprachen zu studieren, war das der Anfang einer wunderbaren Freundschaft. Aus meiner Leidenschaft zur Geschichte, meinem Interesse zu anderen Menschen und bekannten sowie fremden Kulturen wurde mehr als nur ein Hobby. Es wurde zu meiner Berufung.
Als Historikerin der Antike und des Mittelalters und als Kölnliebhaberin macht es mir sehr viel Freude neue Themen zu entdecken, Führungen zu entwerfen und vor allem anderen Menschen die einzigartige Rheinmetropole Köln zu präsentieren und näher zu bringen.
In fachlich fundierter, sorgfältiger Recherche und Liebe zum Detail, wurden speziell für Sie Stadtführungen und Stadterlebnisse rund um die Kölner Geschichte und ihre Menschen konzipiert. Köln ist 2000 Jahre alt und hat somit eine Menge zu bieten. Von den Römern über das Mittelalter bis hinein in die heutige Kölsch Kultur.
Alle Führungen werden von geschulten und fachlich spezialisierten Stadtführern durchgeführt. In unserem Team sind Historiker, Kunsthistoriker, Ethnologen, Geisteswissenschaftler und Kölnpatrioten.
Mehr über die Sex and Crime Tour erfahren Sie hier: www.stadtgeschichten-koeln.de

Fesch and Chips
Prostituierte im alten Rom taten es wohl nicht für Geld ... - sondern für Metallchips. Wie das Magazin GEO berichtete, fand sich eine solche Münzattrappe ("spintria") aus der Römerzeit nun erstmals auch in England. Der Chip war jüngst aus der Themse gefischt worden und zeigt einen Mann und eine Frau beim Sex: Die Frau liegt auf dem Bauch, der Mann kniet über ihr. Auf der Rückseite ist eine römische Zahl geprägt.
Doch warum bezahlten die Freier nicht in echter Währung? Zum einen hatte Kaiser Tiberius es verboten, Münzen mit seinem Konterfei an anrüchige Orte zu tragen. Zum anderen waren viele Liebesdienerinnen Sklaven, denen jede Möglichkeit zu Bereicherung genommen werden sollte - ebenso wie die Option, sich freizukaufen.
Aber womöglich waren spintrae auch für einen ganz anderen Zweck geschaffen worden, sagt die Historikerin Mary Beard. In Pompeji etwa, mit seinen vielen Bordellen, hat man bislang keine einzige dieser Münzen in einem einschlägigen Etablissement gefunden. Womöglich waren spintriae daher einfach das, wonach sie aussehen: Spielgeld.

Partnersuche ohne Klischees
Viele Singles haben vor ihrem inneren Auge ein relativ klares Bild von ihrer Traumfrau oder ihrem Traummann angefertigt. Doch wer so vorgeht, kann leicht enttäuscht werden. Wer zum Beispiel bei Partnervermittlungen im Internet nach einer rassigen Südländerin oder einem ruhigen Nordlicht sucht, hält an Klischees fest, die selten der Realität entsprechen. "Mit einem solchen Bild im Kopf wird man Schwierigkeiten haben, alle Facetten der Persönlichkeit des Gegenübers entdecken zu können. Denn man ist viel zu sehr damit beschäftigt, nach den Eigenschaften zu suchen, die man sich beim anderen erhofft hat", erläutert Hannes Schuhmann, Gesellschaftsexperte des Portals partnersuche.de. Deshalb sei es sinnvoller, sich nicht an Äußerlichkeiten festzuhalten, sondern die Augen für die inneren Werte einer Person zu öffnen und nach Gemeinsamkeiten zu suchen.

Frust mit der Lust
Der stressige Alltag nimmt immer mehr Paaren die Lust. Nicht nur Frauen, sondern zunehmend auch Männer meiden die traute Zweisamkeit, wenn ihre Gedanken um Sorgen in der Firma oder der Familie kreisen. Allerdings können nicht nur äußere Faktoren die Libido negativ beeinflussen. Auch Probleme mit der Schilddrüse können dazu führen, dass das Interesse an körperlicher Nähe zum Partner schwindet. Denn die korrekte Funktionsfähigkeit des schmetterlingsförmigen Organs ist eine wichtige Voraussetzung für die sexuelle Aktivität und die Fortpflanzungsfähigkeit.
Geraten die Schilddrüsenhormone aus dem Gleichgewicht, spielen oft auch die Sexualhormone verrückt. Bei Frauen kommt der Zyklus aus dem Rhythmus. Eisprung und Regelblutung laufen nicht mehr normal ab. Sowohl eine Überfunktion als auch eine Unterfunktion der Schilddrüse können so die Empfängnisbereitschaft nachhaltig stören. Betroffene Frauen werden nicht nur seltener schwanger, sie sind nach der Erfahrung von Experten auch häufiger von Fehlgeburten betroffen. Ein sexuelles Desinteresse macht sich vor allem bei Patientinnen bemerkbar, die unter einer Schilddrüsenunterfunktion leiden. Bei Männern zieht ein Mangel an Schilddrüsenhormonen nicht nur Lustlosigkeit nach sich - er kann auch zu Potenzstörungen und Unfruchtbarkeit führen. Ein Grund für die Schilddrüsenstörungen könnte dabei auch in einer Unterversorgung mit Selen (Informationen unter selen-info.de) zu suchen sein.
Neben Vererbung, Infektionen und Stress wird nämlich auch ein Selenmangel als Ursache für eine Beeinträchtigung der normalen Schilddrüsenfunktion angenommen. Um eine ausreichende Versorgung mit dem Spurenelement zu gewährleisten, kann die Einnahme von Selen - beispielsweise in Form von körperfreundlichem Natriumselenit wie in Cefasel 200 nutri - sinnvoll sein. Als wichtiger Bestandteil von Enzymen kann Selen dazu beitragen, den oxidativen Stress in der Schilddrüse möglichst klein zu halten und anfallende Radikale adäquat zu entsorgen.

Privater und gerichtlicher Vaterschaftstest - es gibt Unterschiede
Wenn man in eine Situation gerät, bei der es um die Klärung der Vaterschaft geht, muss ein Vaterschaftstest gemacht werden. Man unterscheidet dabei zwischen zwei Arten von Vaterschaftstests. Zum einen gibt es den privaten Vaterschaftstest, der für die Klärung der Vaterschaft ohne Streitfall gedacht ist. Hierbei wird ein Vaterschaftstestlabor damit beauftragt, einen solchen Test durchzuführen. Dabei schickt das Labor ein Probenentnahmeset an eine der beiden Parteien, die Kindesmutter oder den Kindesvater. Mit Einverständniserklärung aller Beteiligten werden die Proben entnommen, dann zurück an das Labor geschickt und dort von geschultem Fachpersonal ausgewertet. Dieser Test ist jedoch nicht als gerichtliches Beweismittel zugelassen.
Wenn es z.B. darum geht, Unterhaltsansprüche durchzusetzen, dann muss ein gerichtlich anerkannter Vaterschaftstest gemacht werden. Hierbei werden die Proben durch einen Arzt oder das Gesundheitsamt entnommen, um Manipulationen auszuschließen. Zusätzlich wird bei diesem Test auch die Kindesmutter untersucht, während bei den privaten Tests meist nur der vermeintliche Kindesvater und das Kind untersucht wird. Der DNA-Test an sich findet dann wieder im Vaterschaftslabor statt. Für einen privaten Vaterschaftstest muss man mit Kosten ab 150 Euro rechnen, der gerichtliche Test kann das Vielfache dessen kosten.





Ein guter Ort für das erste Date
Wie für zwei Singles auf Partnersuche ihre erste Begegnung verläuft, hängt stark vom Ort ihres Treffens ab. Typisch sind Verabredungen, die einen Restaurantbesuch mit einem Kinofilm verbinden, lange Spaziergänge oder einfach ein Treffen in einem Café. "Wichtig ist vor allem, dass man Zeit hat, sich zu unterhalten und den anderen näher kennenzulernen", gibt Hannes Schuhmann, Gesellschaftsexperte des Portals partnersuche.de, zu bedenken. "Spannender ist allerdings eine erste Verabredung, die mit interessanten oder lustigen Aktivitäten verbunden ist." Dabei ist es allerdings ratsam, sich darüber zu informieren, was dem anderen gefällt. Wer sich bei einer Partnervermittlung im Internet kennengelernt hat, weiß in der Regel, ob fürs erste Date eine Schlittschuhbahn oder eine Kunstausstellung besser geeignet ist. "Ein solcher Ort bietet gleich Gesprächsstoff und auch ein wenig Ablenkung für nervöse Gemüter", rät Hannes Schuhmann.


Aufmerksamkeit statt Akrobatik
Schneller, besser, weiter - gerade Männer neigen dazu, diese Einstellung nicht nur in der Arbeitswelt, sondern auch in ihrer Beziehung auszuleben. Nicht selten drückt sich dies in der Neigung aus, das Bett zum Schauplatz für akrobatische Verrenkungen zu machen. Doch auch nach Ansicht der britischen Psychologin Susan Quilliam, Autorin des Sex-Ratgeber-Klassikers "The Joy of Sex", enden "Turnübungen" auf der Matratze selten zufriedenstellend. Viel besser sei es, so die Autorin, wenn sich Paare auf ihre wahren Vorlieben konzentrieren. Zudem wird es für die Anhänger des Leistungsgedankens in puncto Sex besonders zermürbend, wenn mit zunehmendem Alter die Manneskraft zu erlahmen beginnt.
Probleme in Sachen Zweisamkeit
Ab der Lebensmitte sehen sich viele Männer in Sachen Zweisamkeit mit Problemen konfrontiert. So gehen Experten davon aus, dass jeder dritte Mann zwischen 40 und 70 Jahren mit sexuellen Störungen zu kämpfen hat. Der Ansatz, Erektionsstörungen kurzerhand mit Lifestyle-Medikamenten zu bekämpfen, ist allerdings mit Vorsicht zu genießen, denn zum einen können die enthaltenen Wirkstoffe zu Wechselwirkungen mit anderen Präparaten führen. Und zum anderen lohnt es sich sicherlich, zunächst einen aufmerksamen Blick auf die Rituale und Abläufe in der Beziehung zu richten.
Geduld und Hilfe aus der Natur
Häufig reicht es bereits aus, wenn sich Paare ein für alle Mal vom Leistungsgedanken beim Sex verabschieden und stattdessen auf Geduld und Aufmerksamkeit setzen. Daneben haben Männer und interessanterweise auch Frauen die Möglichkeit, ihre sexuelle Erlebnisfähigkeit auf schonende und natürliche Weise dauerhaft zu steigern, etwa mit dem Extrakt aus der mittelamerikanischen Damiana, wie er beispielsweise in Cefagil enthalten ist. Eine multizentrische Praxisstudie mit knapp 700 Patienten bestätigte die Wirksamkeit des homöopathischen Präparats, das in Apotheken erhältlich ist. Das gut verträgliche Mittel kann die Durchblutung der Geschlechtsorgane fördern und die Reflexbereitschaft des Sexualzentrums im Gehirn erhöhen.


Popmusik wird immer sexistischer
Musiktexte enthalten immer mehr explizit sexuelle Botschaften. Für Jugendliche kann das negative Folgen haben, warnen US-Forscher in der Springer-Zeitschrift "Sexuality & Culture". "Der Musikkonsum steigt durch mp3-Player und iPods ständig, jedoch auch die sexualisierten Inhalte der Musik. Jugendliche neigen in Folge dazu, die sexuelle Aktivität der Gleichaltrigen zu überschätzen. Burschen werden dabei aggressiver und Mädchen müssen mehr um ihren Selbstwert ringen", so das Fazit der Wissenschaftler.
Das Team um Cougar Hall von der Brigham Young University untersuchte dazu alle seit 1959 in den US-Charts "Billboard Hot 100" vertretenen Popsongs. Die Textanalyse zeigte, dass die sexuellen Anspielungen in dieser Zeit deutlich zunahmen. Deutlich wurde auch, dass derartige Lieder in der Regel von Männern geschrieben werden.
Nicht alle Lieder mit Anspielungen auf Sex sind in gleicher Weise zu bewerten, betonen die Forscher. Problematisch seien jedoch vor allem jene, die dies auf erniedrigende Weise tun. "Bei Mädchen können solche Texte das Gefühl hinterlassen, ihr gesellschaftlicher Wert bestehe bloß darin, anderen sexuelles Vergnügen zu bereiten", warnen die Forscher. Das begünstige ein negatives Körperbild und zahlreiche psychische Probleme wie Depression und Magersucht.
"Sexualisierte Inhalte sind häufig frauenfeindlich", erklärt der Sozialpsychologe Peter Fischer von der Universität Regensburg. In Experimenten konnte der Experte zeigen, dass sexuelle Andeutungen und Inhalte in Medien speziell bei Männern zu erhöhter Aggression gegen Frauen führen. "Zudem werden Menschen in ihrem Sexleben auch unvorsichtiger, wenn sie etwa in der Musik ständig von Sex hören und sich dabei an diese Botschaften gewöhnen."
Dass die Gesellschaft in den vergangenen Jahrzehnten immer freizügiger geworden ist, liegt auch für Fischer auf der Hand. "Viele der heutigen Fernsehsendungen ähneln Softpornos und wären vor bloß 20 Jahren undenkbar gewesen." Ob die Musik diese Tendenz bloß aufgreife oder eher selbst diktiere, ist ungewiss. "Die Musikbranche will verkaufen und muss mit Skandalen provozieren, um Aufmerksamkeit zu erhalten." Noch problematischer als die Sexualisierung sei allerdings die mediale Darstellung von Gewalt. "Dem Rezipienten wird hier viel zu viel zugemutet", so der Sozialpsychologe.

Erotische Literatur boomt
Die Absatzzahlen von erotischer Literatur profitieren von der Einführung elektronischer Lesegeräte. Die fehlenden Einbände ermöglichen es Menschen unerkannt nicht jugendfreie Texte zu konsumieren. In Großbritannien ist vor allem der Absatz von Erotik-E-Books speziell für Frauen gestiegen. Die Daily Mail berichtet von einem Anstieg um satte 30 Prozent.
"Im deutschsprachigen Raum ist der Anteil an E-Books in der erotischen Literatur noch geringer, ich merke aber jeden Monat, wie der Bedarf steigt. Die Kunden sind momentan noch vorwiegend männlich, die Frauen ziehen aber nach. Elektronische Lesegeräte kommen erotischen Inhalten sehr entgegen, weil viele Menschen sich scheuen, sie offen zu konsumieren oder gar zu kaufen", sagt Christine Janson, Autorin und Verlegerin anspruchsvoller Erotik-E-Books.
Wer früher in der Straßenbahn unerkannt erotische Literatur konsumieren wollte, musste seine Bücher entweder mit einer Zeitung oder dem Umschlag eines Klassikers der Weltliteratur tarnen. Durch die diversen Tablets und E-Reader, die sich langsam auch hierzulande durchsetzen, sind diese Zeiten endgültig vorbei. Ob das Gegenüber in der U-Bahn "Schuld und Sühne" oder "Schuld und Sünde" liest, ist von außen nicht mehr zu erkennen. "Das anonyme Lesen ist ein großer Vorteil. Ich habe sogar begonnen, auf Illustrationen zu verzichten, weil sie den Inhalt verraten", sagt Janson.
Warum in England vor allem die Absätze für literarische Erotik-Fantasien, die sich an Frauen richtet steigt, liegt vielleicht am Nachholbedarf. "Frauen mögen Sex. Beim Konsum erotischer Literatur haben sie aber noch einiges Nachzuholen. Durch die Erziehung schämen sie sich vielleicht etwas eher als Männer. Ich schreibe jedenfalls für beide Geschlechter. Meine Fantasien haben zwar eine weibliche Perspektive, aber das mögen auch viele Männer", so Jansen. Neben dem geheimen Konsum erleichtern E-Reader auch den unauffälligen Erwerb erotischer Literatur.
"Die Möglichkeit zum unerkannten Kauf ist ein noch größerer Vorteil von E-Books als das unauffällige Lesen. Viele Menschen schämen sich zum Buchhändler zu gehen und ein erotisches Werk zu kaufen, sind aber trotzdem neugierig", sagt Jansen. Der Download eines E-Books zieht hingegen keine misstrauischen Blicke auf sich.
"Selbst eine Bestellung bei Amazon ist manchen Menschen peinlich, vor allem wenn sie nicht alleine leben. Ein Paket muss ja irgendwann geöffnet werden", sagt die Verlegerin. Ein E-Book dagegen kann man unauffälig lesen, bestellen und, wenn überhaupt keine Spuren zurückbleiben sollen, anschließend löschen.

Regelmäßiger Sex verlängert das Leben
Sexuell aktive Individuen weisen eine doppelt so hohe Lebenserwartung auf als abstinente Artgenossen. Zu diesem Schluss kommt ein Forscherteam um Philip Dammann und Hynek Burda der Universität Duisburg-Essen. Untersucht wurde die afrikanische Graumulle. Die Wissenschaftler hoffen, mit ihren Ergebnissen die Alterungsforschung voran zu bringen. Tierexperimente sind üblich in der Alterungsforschung. Häufig wird an Mäusen getestet. "Graumullen sind Säugetiere, sie leben lange, sie leben wie Menschen in langfristigen sexuellen Bindungen", erklärt Dammann im Gespräch mit pressetext.
Den Wissenschaftlern nach ist von Vorteil, dass die Graumulle das ganze Jahr über Sex hat. Sie ist nicht an Brunftzeiten oder an den Eisprung des Weibchens gebunden. Die Mullen sind außergewöhnlich, denn sexuelle Aktivität ist im Tierreich keine ungetrübte Freude: "Die Risiken und physiologischen Kosten der Fortpflanzung sind bei vielen Arten so hoch, dass eine starke Aktivität meist eher negativ auf die Lebenswartung wirkt", sagt Dammann.
Anders bei der afrikanischen Nagetier-Art: Sexuell aktive Tiere können über 20 Jahre alt werden, die abstinenten Koloniegenossen höchstens acht bis zehn. Selbst wenn die Lebensbedingungen ansonsten identisch sind. Außergewöhnlich sind die Graumullen auch deshalb, weil sie feste Bindungen eingehen. "Ich gehe nicht davon aus, dass das Graumullen-Männchen sein Weibchen liebt, aber wenn sie sich gefunden haben, bleiben sie auch zusammen", sagt Dammann.
Die psychische Komponente sei nicht so stark ausgeprägt wie beim Menschen. Getestet wird daher nur die Biologie der Tiere. Die Graumullen haben alle die selben Gene - genau wie Menschen auch. Bei der Gruppe, die sich fortpflanzt und langsam altert, analysierten die Wissenschaftler, welche Gene aktiv werden. "Wir haben 30.000 Gene, die sind nicht immer aktiv." Welche Gene aktiv oder inaktiv sind, könne einen Hinweis darüber geben, welche Gene auch beim Menschen zur langsameren Alterung beitragen. Es bleibt jedoch noch zu erforschen, ob die Ergebnisse auf Menschen übertragbar sind.

Sex ist kein Spaß
Juliane Vieregge, Germanistin und Theologin, hat kein Lehrbuch geschrieben. Sie legt ein literarisch ambitioniertes Plädoyer für die Leidenschaft vor: Im Chaos des Eros verschwinden und ein Leben lang nicht davon lassen können. Juliane Vieregge behauptet: Die große Liebe begegnet uns, überraschend und ohne unser Zutun; aber oft weichen wir ihr aus, weil sie uns verunsichert und unsere Ängste schürt. Das Sicherheitsbedürfnis ist der Gegner der Leidenschaft. Juliane Vieregge liefert keine zusätzliche Anleitung für eine heitere Freizeitbeschäftigung. Die Autorin zitiert Moritz von Uslar: "Mit der Frau zu schlafen, die man liebt, ist kein Spaß. Es ist der vorstellbar größte Ernst. Du bist in dem Augenblick im Zentrum deiner Bestimmung angekommen. Da bist du maximal nah am Zentrum der Erdkraft ..."
Liebe ist für die Autorin "kein fairer Handel. Die Liebe ist ein Dämon. In ihrer reinsten, wildesten Art ist sie Abenteuer, ein heroischer Akt, Ekstase, Hingabe, Selbstaufgabe, Gefahr, Exzess. Leidenschaft ist nichts für Feiglinge, Bequemlinge. Jedes Mal empfinde ich tiefstes Bedauern, wenn mir Menschen erzählen, dass sie eine Beziehung beendet haben, weil die Leidenschaft sie überfordert habe. Wie viele Zweite-Wahl-Lebensentwürfe muss es noch geben, um uns davon zu überzeugen, dass die Vorsicht kein guter Berater ist?"
Das Sachbuch erzählt Szenen aus der Literatur und Einsichten aus den Humanwissenschaften: weit gespannte Informationen und Rätsel, verführerisch geschrieben, umgarnend, brilliant und abgründig.
(C. Juliane Vieregge: Die Perle in der Auster - Ein Plädoyer für mehr Leidenschaft. Pabst, Lengerich/Berlin ISBN 978-3-89967-728-7)
Internet-Fallen für Kinderporno-Konsumenten
Das FBI betreibt Internet-Portale, die vorgeblich kinderpornografisches Material anbieten, wie arstechnica.com berichtet. Mit diesen sogenannten "Honeypots" sollen Straftäter in die Falle gelockt werden. Das FBI nutzt die Strategie, um einen Verdacht gegen eine Zielperson zu bestätigen. Besucher, die versuchen sich Kinderpornografie auf der Seite anzusehen, werden mittels IP-Adresse identifiziert und erhalten Besuch vom langen Arm des Gesetzes. Tatsächlich gibt es auf der Seite kein pornografisches Material, trotz offensichtlicher Ankündigungen.
Beim Versuch eine Datei zu öffnen, täuscht die Plattform ein technisches Gebrechen vor. "In Österreich werden solche Maßnahmen nicht gesetzt. Ermittlungen gibt es nur auf Anforderung der Staatsanwaltschaft. Zudem erkennen wir eine Verschiebung der Kinderpornografie weg von klassischen Webseiten und hin zu geschlossenen Netzwerken. Mit der mittlerweile angeschlossenen 'Operation Ghostrider' haben wir dieser Entwicklung Rechnung getragen", sagt Silvia Strasserr vom österreichischen Bundeskriminalamt.
Für Ghostrider hat ein österreichischer Beamter als 13-Jähriger getarnt in sozialen Netzwerken ermittelt und mehr als 200 Pädophile ausgeforscht. "Die Spuren führen meist ins Ausland und werden daher den zuständigen Behörden übergeben", erklärt Strasser.
Explizite Einladung
Personen, die vom FBI des Besitzes oder Handels mit Kinderpornografie verdächtigt werden, erhalten eine unauffällige persönliche E-Mail mit einem Link auf eine Webseite und einem Passwort zugeschickt. Wer dem Link folgt, landet auf der falschen Kinderpornografie-Seite des FBI. Dort wird schon auf der Einstiegsseite sehr prominent angepriesen, was auf der Seite angeblich zu sehen ist. So wird sichergestellt, dass jeder User weiß, dass es auf der Seite ausschließlich Kinderpornografie gibt, damit auch nur das vom FBI gesuchte Klientel die Seite betritt.
"Willkommen auf der versteckten Seite deiner Seele, wo du die Jungen und Unschuldigen ansiehst. Wir bieten seit 2002 das beste Kinderporno-Angebot und das kostenlos", heißt es auf der Startseite. Zudem wird die Sicherheit vor Strafverfolgung gepriesen, die durch Server im Ausland garantiert sei. Die IP-Adresse wird jedoch beim ersten Versuch, ein Bild oder Video zu öffnen gespeichert. Außerdem werden sämtliche Versuche, verbotenes Material zu konsumieren, protokolliert. Videos öffnen zwar ein neues Fenster, der Inhalt erscheint aber nie. Für den User sieht es aus, als gebe es ein Problem mit dem Stream.
Falle funktioniert
Eines der jüngsten Opfer der FBI-Honigtopf-Strategie ist James Charles Cafferty. Der in London arbeitende US-Beamte war in über Umwege ins Visier der Kinderpornografie-Ermittler des FBI gekommen. Da seine letzten erwiesenen Besuche auf einschlägigen Portalen mehr als fünf Jahre zurücklagen, wollten die Polizisten sicherstellen, dass er nach wie vor in der Szene unterwegs war. Deshalb schickten sie ihm eine E-Mail. Chafferty tappte in die Falle und wurde anschließend festgenommen. Auf einem Privatrechner wurde haufenweise einschlägiges Material gefunden.
Intersexuelle Menschen anerkennen, unterstützen und schützen
Der Deutsche Ethikrat ist der Auffassung, dass intersexuelle Menschen als Teil gesellschaftlicher Vielfalt Respekt und Unterstützung der Gesellschaft erfahren müssen. Zudem müssen sie vor medizinischen Fehlentwicklungen und Diskriminierung in der Gesellschaft geschützt werden.
Im Mittelpunkt der Diskussionen stand immer wieder die Frage, ob chirurgische Eingriffe an den Geschlechtsorganen von Menschen mit Besonderheiten der geschlechtlichen Entwicklung (DSD - differences of sex development) und insbesondere bei betroffenen Kleinkindern überhaupt zulässig sein sollten.
Irreversible medizinische Maßnahmen zur Geschlechtszuordnung bei Menschen mit uneindeutigem Geschlecht stellen einen Eingriff in das Recht auf körperliche Unversehrtheit, Wahrung der geschlechtlichen und sexuellen Identität und das Recht auf eine offene Zukunft und oft auch in das Recht auf Fortpflanzungsfreiheit dar. Die Entscheidung darüber ist höchstpersönlich. Daher empfiehlt der Ethikrat, dass sie grundsätzlich von den Betroffenen selbst getroffen werden sollte. Bei noch nicht selbst entscheidungsfähigen Betroffenen sollten solche Maßnahmen nur erfolgen, wenn dies nach umfassender Abwägung aller Vor- und Nachteile des Eingriffs und seiner langfristigen Folgen aufgrund unabweisbarer Gründe des Kindeswohls erforderlich ist. Dies ist jedenfalls der Fall, wenn die Maßnahme der Abwendung einer konkreten schwerwiegenden Gefahr für die physische Gesundheit oder das Leben der Betroffenen dient.
Wenn, wie im Falle des Adrenogenitalen Syndroms (AGS), das Geschlecht festgestellt werden kann, sollte bei noch nicht selbst entscheidungsfähigen Betroffenen die Entscheidung über die operative Angleichung der Genitalien an das Geschlecht nur nach umfassender Abwägung der medizinischen, psychologischen und psychosozialen Vor- und Nachteile einer frühen Operation erfolgen. Maßgeblich ist auch hier das Kindeswohl. Im Zweifel sollte auch bei solchen geschlechtsvereindeutigenden Eingriffen die Entscheidungsfähigkeit der Betroffenen abgewartet werden.
Die medizinische Diagnostik und Behandlung von DSD-Betroffenen sollte nur in einem speziell dafür qualifizierten interdisziplinär zusammengesetzten Kompetenzzentrum von Ärzten und Experten aus allen beteiligten Disziplinen vorgenommen werden. Die fortlaufende medizinische Betreuung soll in unabhängigen qualifizierten Betreuungsstellen bei gleichzeitiger Beratung durch andere Betroffene sowie Selbsthilfeeinrichtungen fortgeführt werden. Alle Behandlungsmaßnahmen sollten umfassend dokumentiert werden und den Betroffenen für mindestens 40 Jahre zugänglich sein. Die Regelungen zur Verjährung bei Straftaten an einem Kind sollten auf solche Straftaten erweitert werden, durch die die Fortpflanzungsfähigkeit und/oder die sexuelle Empfindungsfähigkeit irreversibel beeinträchtigt wurde.
Für Betroffene, die Schmerzen, persönliches Leid, Erschwernisse und dauerhafte Einschränkungen ihrer Lebensqualität erlitten haben, weil sie Behandlungen unterzogen wurden, die nach heutigen Erkenntnissen nicht (mehr) dem Stand der medizinischen Wissenschaft und Technik zugerechnet werden können und auf ausgrenzenden gesellschaftlichen Vorstellungen von geschlechtlicher Normalität beruhten, sollte ein Fonds errichtet werden, der ihnen Anerkennung und Hilfe zukommen lässt. Darüber hinaus sollten Selbsthilfegruppen und Betroffenenverbände öffentlich finanziell gefördert werden.
Der Ethikrat ist zudem der Auffassung, dass ein nicht zu rechtfertigender Eingriff in das Persönlichkeitsrecht und das Recht auf Gleichbehandlung vorliegt, wenn Menschen, die sich aufgrund ihrer körperlichen Konstitution weder dem Geschlecht "weiblich" noch "männlich" zuordnen können, rechtlich gezwungen werden, sich im Personenstandsregister einer dieser Kategorien zuzuordnen. Es sollte daher geregelt werden, dass von diesen Personen neben der Eintragung als "weiblich" oder "männlich" auch "anderes" gewählt werden kann bzw. dass kein Eintrag erfolgen muss, bis die betroffene Person sich selbst entschieden hat. Um Personen, die im Personenstandsregister als "anderes" eingetragen sind, die Möglichkeit einer Beziehung zu eröffnen, die staatlich anerkannt und rechtlich geregelt von Verantwortung und Verlässlichkeit geprägt ist, schlägt der Ethikrat mehrheitlich vor, Menschen mit dem Geschlechtseintrag "anderes" die eingetragene Lebenspartnerschaft zu ermöglichen. Ein Teil des Ethikrates plädiert darüber hinaus dafür, ihnen auch die Möglichkeit der Eheschließung zu eröffnen. Als Grundlage für künftige Entscheidungen des Gesetzgebers sollte geprüft werden, ob eine Eintragung des Geschlechts im Personenstandsregister überhaupt noch notwendig ist.
Der Begriff Intersexualität bezieht sich auf Menschen, die sich aufgrund körperlicher Besonderheiten nicht eindeutig als "männlich" oder "weiblich" einordnen lassen. Er wird in der Öffentlichkeit für unterschiedliche Besonderheiten der geschlechtlichen Entwicklung verwendet. Teilweise werden auch Menschen darunter gefasst, die sich selbst nicht als intersexuell verstehen und sich sogar gegen diesen Begriff verwahren. Der Ethikrat verwendet daher in seiner Stellungnahme DSD (differences of sex development) als medizinischen Oberbegriff für alle Besonderheiten der geschlechtlichen Entwicklung. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Formen von DSD bringen jeweils besondere Probleme und Bedürfnisse der Betroffenen mit sich. Sie erfordern eine differenzierte ethische und rechtliche Bewertung.
In seiner Stellungnahme differenziert der Ethikrat zudem zwischen "geschlechtsvereindeutigenden" und "geschlechtszuordnenden" Eingriffen, die unterschiedlich zu bewerten sind. Mit einem vereindeutigenden Eingriff ist die Korrektur einer biochemisch-hormonellen Fehlfunktion, die potenziell einen gesundheitsschädigenden Charakter hat, gemeint. Gegebenenfalls kann auch ein operativer Eingriff zur Angleichung des äußeren Erscheinungsbildes an das genetisch und durch die inneren Geschlechtsorgane feststehende Geschlecht gemeint sein. Demgegenüber greifen geschlechtszuordnende Interventionen sehr viel weiter in die Persönlichkeit des Kindes ein, da bei vorliegender Unbestimmbarkeit von Eltern und Ärzten entschieden wird, zu welchem Geschlecht die Zuordnung erfolgen soll.

|